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Amerika-Gipfel ohne Kuba
© Mark Wistuba - Fotolia.com

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Der Amerika-Gipfel wurde beendet, ohne dass im Streit um Kuba eine Annäherung erzielt werden konnte. In Sachen Kuba sind die Teilnehmer also weiterhin zerstritten. Ebenso umstritten wie das Verhältnis zu Cuba bleibt der Drogenkampf. Deswegen gab es am Ende des Gipfels keine Abschlusserklärung, sondern nur ein gemeinsames Foto sämtlicher Teilnehmer.

Eines des dominierenden Themen bei zweitägigen Gipfel war der Streit über den Umgang mit Kuba. Der Streit zieht sich schon über Jahrzehnte und es bleibt weiterhin schwer, eine Einigung darüber zu erzielen, wie das Verhältnis mit Kuba aussehen soll. Das kommunistische Land war 1962 aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ausgeschlossen worden. US-Präsident Obama hat erneut die Position der USA bekräftigt und sich gegen eine Teilnahme Kubas am nächsten Gipfeltreffen ausgesprochen. Seine Argumente waren, dass in Kuba universelle Menschenrechte nicht geschützt werden und außerdem die Pressefreiheit sowie die Unabhängigkeit der Rechtsprechung und der Gesetzgebung drastisch bedroht werden. Doch die meisten Staats- und Regierungschefs, die am Gipfeltreffen teilgenommen haben, waren der Meinung, dass Kuba am 7. Amerikagipfel in drei Jahren teilnehmen soll. Am Ende waren fast alle teilnehmende Länder Lateinamerikas der Meinung, dass die kommunistische Karibikinsel am nächsten Gipfeltreffen im Jahr 2015 in Panama teilnehmen soll. Einzig die USA wollten an ihrem Veto in diesem festhalten und verhinderten, dass eine Einigung erzielt werden konnte.

Der Präsident der USA Barack Obama hat beim Amerika-Gipfel in Cartagena de Indias auch einige Vorschläge für Legalisierung von Drogen abgelehnt. Ähnlich wie beim Amerikagipfel von vor drei Jahren haben die Gegensätze auch in diesem Punkt verhindert, dass es am vergangenen Sonntag zu einer gemeinsamen Abschlusserklärung kommen kann.

Weitere zentrale Themen beim waren Sicherheit und wirksame Maßnahmen gegen Naturkatastrophen. Außerdem wurde über langfristige Armutsbekämpfung und sowie den Ausbau von Infrastruktur beraten.

Kubas Oldtimerparaden
© dailyfoto - Fotolia.com

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Wenn man an Oldtimer denkt, denkt man nicht gerade an Kuba. Doch in der Tat sind viele einstige Statussymbole des Kapitalismus mittlerweile zu zerfallenen Oldtimern auf Kuba geworden. Die meisten Oldtimer stammen noch aus der Zeit vor der Revolution, die stark US-amerikanisch geprägt war. Typisch sind etwa Ford Victorias, Chevys, Chryslers, Studebakers und Buicks,

Nur dank einer Ausnahmeregelung gibt es überhaupt noch so viele alte Autos im Land: Denn eigentlich verbietet die sozialistische Logik ja, dass Menschen verschieden sind und dementsprechend auch, dass der eine einen teuren Ford und der andere einen kleinen Eigenbau fährt. Doch Autos, die vor 1959 im Land waren, werden nach wie vor geduldet. Hingegen sind Verkäufe an Ausländer untersagt. So kommt es, dass Kuba mittlerweile das größte Reservat für alte, amerikanische Autos ist. Wie das protzige US-amerikanische Kapitalismus-Symbol hier plötzlich zum kubanischen Kulturgeist beitragen soll, das soll einer erst einmal verstehen.

1959 jedenfalls wurden knapp 200.000 amerikanische Autos auf der Insel in der Karibik gezählt. Nach Schätzungen soll etwa noch ein Viertel davon übrig sein. Manch ein Museum würde sich sicherlich über die ein oder andere Rarität freuen, die in Havanna und Umgebung vor sich hin rostet. Und so mancher Oldtimer-Freund wird auf Kuba definitiv eine Krise kriegen: Denn nicht zuletzt wegen dem Handelsembargo sind Ersatzteile Mangelware. Oldtimer sind also kein Sonntagsfahrzeug, sondern oftmals nach wie vor so stark im Gebrauch wie bei uns Kombis oder Stadtflitzer. Was Reparaturen angeht, zeigen sich die kubanischen Werkstätten äußert erfinderisch: Hauptsache das Auto fährt wieder am Ende.

Wer auf Kuba selbst in den Oldtimer-Genuss kommen will, sollte sich ein entsprechendes Taxi mit einem Chauffeur mieten. Oldtimer dürfen nämlich nicht an Touristen vermietet werden. Das ist zur Abwechslung mal ein Gesetz, das wirklich Sinn macht: Denn beim durchschnittlichen Zustand der Oldtimer auf Kuba würde eine Fahrt so wahrscheinlich maximal fünf Minuten betragen. Denn Oldtimer auf Kuba sind eben etwas ganz Besonders.

Kuba und seine besondere Autokultur

Havanna © Jens Hilberger - Fotolia.com

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Wer in Kuba ins Taxi steigt, muss damit rechnen, dass mehrere Zwischenstops für kleine Reparaturen eingelegt werden, bevor das Ziel endgültig erreicht ist. Denn die Oldtimer, die die Kubaner fahren, werden meist von mehr oder weniger funktionstüchtigen Ersatzteilen zusammen gehalten, sind klapprig und verrostet. Grund dafür ist nicht, dass die Kubaner eine Vorliebe für amerikanische Oldtimer haben – auf den Straßen kreuzen sich Studebakers, Fords und Buicks, sondern vielmehr das Handelsembargo, das Amerika 1962 über die Regierung von Fidel Castro verhängt hat. 1959 waren es noch 192.000 amerikanische Autos, die man auf Kubas Straßen finden konnte, heute hat sich die Zahl auf 48.000 verringert. Normalerweise sind derartige Oldtimer im Rest der Welt eher Sonntags- oder Ausflugsfahrzeuge, die man gerne auf der Straße zeigt; in Kuba müssen sie dem Alltag herhalten.

Da die kubanische Regierung inzwischen den Handel mit Autos wieder freigegeben hat, dürfte auf den Straßen der Insel demnächst vielleicht auch mal ein Mercedes SLK oder ein Citroen C4 zu sehen sein – neben all den Chevys und Chevrolets der Fünfziger. Dafür verantwortlich ist der Präsident Raul Castro, Bruder des berühmt-berüchtigten Fidel. Er hat die neue Regelung eingeführt. Sie wiederum ist Teil eines Reformprogramms, das die Planwirtschaft durch verstärkte Privatinitiativen retten soll. Jetzt dürfen sich die Kubaner alle fünf Jahre ein Auto kaufen – allerdings können sie das nur, wenn sie auch über die nötigen Devisen verfügen, “die sie im Interesse des Staates verdient haben”. Die Mehrheit der Bevölkerung ist leider nicht so privilegiert. Wenigstens können die Bürger ihre PKW nun verkaufen, sofern sie diese vor 1990 erworben haben. 

 

Geschichte: Die Anfänge Kubas

Havanna © Bernd Ege - Fotolia.com

Havanna © Bernd Ege - Fotolia.com

Cuba ist eine karibische Insel, nur knapp 100 Kilometer von Florida entfernt. Christoph Columbus hat sie einst entdeckt, als er einen neuen Seeweg nach Indien finden wollte. Das war natürlich nicht Indien, aber das wusste Christoph Columbus natürlich nicht. Daher taufte er die dort lebenden Ureinwohner “Indios”. Die Hauptstadt Havanna ist weltberühmt. Am berühmtesten wohl wegen des Havanna-Club Rums und Hemingway. Aber auch wegen seiner tollen Zigarren, die jedem Liebhaber des würzigen Rauchwerks das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Dass Kuba so einzigartige Zigarren produziert, hat geschichtliche Hintergründe. Immerhin waren die Kubaner schon immer ein Bollwerk der Tabakproduktion. Kein Kubaner, der was auf sich hält, versäumt es, zu besonderen Gelegenheiten eine “Cubanische” zu paffen.

Doch mit Diego Velázquez begann 1510 die spanische Besatzung Kubas, und damit gleichzeitig auch die Unterdrückung. Damals hatten die Einwohner Kubas den modernen Waffen ihrer Peiniger nicht viel entgegenzusetzen und eine kleine Gruppe von 300 Mann sollte ausreichen, 200.000 Kubaner zu unterjochen. Es folgte die Zeit, in der Kuba der weltgrößte Zuckerproduzent war. Man brauchte mehr Menschen, die sich zum Zwecke der Zuckerplantagenarbeit versklaven lassen und holte sich junge, bärenstarke Menschen aus Afrika. Daher ist noch bis heute die Mischung aus Afrikanern und Lateinamerikanern bezeichnend für Kuba. Auch in Sachen ihrer Religion, die eine Art Pottpourri aus afrikanisch-polytheistischen Götzenkultus und spanischem Erzkatholizismus darstellt.

Heute ist Kuba ein beliebtes Urlaubsziel. Man merkt zwar noch immer den stetig abebbenden Einfluss des Kommunismus. Aber natürlich haben die USA auch hier schon so weit ihren Einfluss geltend gemacht, dass davon kaum noch die Rede ist. Fidel Castro hat wohl nur noch als eine Art Kultfigur eine gewisse Bedeutung, der für ein politisches Theorem steht, das aus heutiger, westlich geprägter Sicht so abwegig und fern scheint, dass man nur darüber schmunzeln kann.

 

Öl für Kuba?

Kuba © Jan Feierabend - Fotolia.com

Kuba © Jan Feierabend - Fotolia.com

Kuba hat einen Traum: Und der ist gar nicht mehr so anders, wie die Träume anderer Länder. Derweil wird eine Borhinsel aus China nach Kuba transportiert. Diese soll im Meer vor Havanna ein riesiges Ölfeld abpumpen – und damit die Engerieprobleme der Insel lösen. Ende Januar soll die Plattform vor Ort sein und im Meer montiert werden. Ob es wirklich Öl gibt, bleibt offen: Doch nicht nur Kuba glaubt fest daran, auch US-amerikanische Fachmänner halten das für wahrscheinlich. Die Kubaner schätzen das Ölvorkommen in ihrem Hoheitsgewässer auf 20 Milliarden Barrel, US-amerikanische Experten sind vorsichtiger und rechnen mit rund ein Viertel dieser Menge.

Bislang versorgt sich Kuba durch viele kleine Pumpen auf der gesamten Insel und massive Importe. Schwefelhaltiges Erdöl wird so gewonnen, woraus dann umständlich Strom gewonnen werden kann. Seit Mitte der 90iger Jahre sind die Fördermengen immer weiter gestiegen – einerseits durch effizientere Technik, andererseits durch das Entdecken neuer, lukrativerer Öl-Vorkommen. Dass ist nicht allein Kubas Staatskonzern für Strom namens Cupet zu verdanken, sondern seiner Kooperation mit verschiedenen internationalen Förderunternehmen und deren Know How. Doch auf den großen Knaller wartet man seit mehr als zwanzig Jahren vergeblich.

Alle Hoffnungen sind nun auf die Bohrinsel gerichtet: Wird sie die Lösung aller Energieprobleme für Kuba bedeuten? Schon am 20. Januar soll sie die erste Bohrung in rund 1.500 Meter durchführen, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Havanna. Vier weitere Bohrungen sollen bis 2014 erfolgen. Doch Auftraggeber der Aktion ist nicht Kuba, sondern der spanische Erdöl-Konzern Repsol-YPF. Auch zahlreiche weitere, international agierende Energieunternehmen aus Malaysia, Indien, Venezuela, China und Skandinavien sind an den Aktionen beteiligt und spekulieren auf ihr Stückchen vom Kuchen. Einzig und allein US-Amerika hat Pech gehabt: Hätten sie sich mal ihr Handelsembargo gespart. Vielleicht noch ein guter Grund, den Iran anzugreifen?

 

Das Hotel Nacional de Cuba und seine Geschichte

Havanna © Jens Hilberger - Fotolia.com

Havanna © Jens Hilberger - Fotolia.com

Das Hotel Nacional de Cuba ist ein historisches Luxus-Hotel an der Ufermauer Malecón in Havana. Von dem berühmten New Yorker Architektenbüro McKim, Mead and White in einem vielschichtigen Stil-Mix entworfen, wurde es 1930 eröffnet, als das Land vor dem Embargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba noch ein beliebtes Reiseziel von Urlaubern aus den USA war. Das Hotel umfasst 457 Zimmer, 16 Suiten und acht Stockwerke. Zahlreiche Berühmtheiten haben schon im Hotel Nacional de Cuba residiert, unter anderem Frank Sinatra, Ava Gardner, Buster Keaton, John Wayne, Marlene Dietrich, Marlon Brando und Ernest Hemingway. 

1933 wurde es – nach Batistas Coup gegen die Übergangsregierung – zum Schauplatz einer Belagerung, die die kubanischen Armee-Offiziere, die beim Umsturz von Machado eine entscheidende Rolle gespielt haben, gegen die Unteroffiziere aufgespielt hat, die Batista unterstützten.

Im Dezember von 1946 fand im Hotel ein berüchtigter Mafia-Gipfel statt, dem im Film “Der Pate 2″ ein historisches Denkmal gesetzt wurde. Bei der sogenannten Havana Konferenz trafen die Cosa Nostra, die ursprünglich sizilianische Mafia, und die Mafia der Vereinigten Staaten aufeinander, um wichtige Strategien, Regeln und geschäftliche Interessen zu diskutieren. Die Entscheidungen, die hier getroffen wurden, haben noch Jahrzehnte nach der Konferenz Einfluss auf die kriminellen Familien in den USA gehabt.

Trotz seiner turbulenten Geschichte ist das Hotel immer noch beliebt. Die Mafia-Legenden hallen jedoch immer noch nach. Doch wer das echte italienische Lebensgefühl kennenlernen möchte, fernab alter Mafia-Legenden und dem verblichenen Glanz Havannas, der muss zurück nach Italien, am besten in die Hauptstadt Rom und sollte ein Hotelzimmer in der ewigen Stadt buchen.

Paypal vs Kuba
Paypal, Quelle: jeanxtof/Flickr.com

Paypal, Quelle: jeanxtof/Flickr.com

PayPal boykottiert Kuba – eine einstweilige Verfügung gegen Paypal wurde eingereicht.

Aufgrund des US-amerikanischen Handelsembargo gegen Kuba boykottiert der Zahlungsabwickler PayPal den pekuniären Verkehr mit der Insel.

Dieser Boykott trifft besonders Kuba-Importeure, die kubanische Ware in die ganze Welt verkaufen. So beispielsweise der Online-Spirituosenhändler „bardealer.de“. Ihm ist es nicht mehr möglich kubanischen Rum in Kuba einzukaufen, da er die Hersteller, durch PayPals Zahlungsstopp, nicht mehr bezahlen kann. Betreiber solcher Shops wurden aufgefordert, sämtliche kubanische Artikel aus ihrem Sortiment zu streichen. Um sich gegen den Boykott zu wehren initiierte bardealer.de einen Gegenangriff. Per einstweiliger Verfügung soll ein weiterer Zahlungsverkehr mit Kuba schnellstmöglich erwirkt werden. Sie wollen, dass die Kontosperre von PayPal wieder aufgehoben wird.

Das Handelsembargo zwischen den USA und Kuba besteht bereits seit 1962. Ursprünglich hatte das Embargo offiziell das Ziel, Castros Unterstützung revolutionärer Bewegungen in Lateinamerika zu unterbinden, die sowjetische Militärpräsenz auf Kuba zu verhindern, den Rückzug kubanischer Truppen aus Afrika zu erzwingen und die Situation der Menschenrechte in Kuba zu verbessern. Nach dem Ende der Sowjetunion waren jetzt quasi drei der vier Gründe von selbst geregelt, lediglich die Ächtung der Menschenrechte wurde nun als Vorwand zur Aufrechterhaltung des Embargos genutzt. Heute weiß man, es ging darum, die Castro-Regierung zu stürzen.

Der frisch ins Amt gewählte US-Präsident Barack Obama hob im April 2009 die Beschränkungen für Reisen und Geldüberweisungen von Exilkubanern nach Kuba auf und erlaubte Telefondienstleistungen US-amerikanischer Unternehmen mit und in Kuba.

Ob PayPal in absehbarer Zeit auf die Kontensperre verzichten wird und somit auf die Forderungen der Betroffenen eingeht ist bislang nicht bekannt. Dass der Zahlungsabwickler an Ansehen verlieren wird allerdings umso offensichtlicher.